Senkt Clopidogrel mein Herzinfarkt-Risiko?

Ihr Arzt hat Ihnen ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Clopidogrel verordnet. Dieser sogenannte Plättchenhemmer beugt der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) vor und senkt somit das Risiko für einen  Herzinfarkt oder  Schlaganfall.  Clopidogrel wird sehr häufig nach diesen Ereignissen, bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) oder nach Gefäßerweiterungen mit Stents eingesetzt. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass die Wirkung von Clopidogrel nicht bei jedem Menschen gleich ist. Bei etwa 4 bis 30 Prozent der Patienten ist die Wirkung von Clopidogrel aufgrund von genetischen Veränderungen reduziert. Informationen über Ihr persönliches Ansprechen auf ein Medikament können Ihre Gene geben. Mit Informationen über Ihr persönliches genetisches Profil erfahren Sie, ob und wie gut Clopidogrel bei Ihnen wirkt. Ein Zugang zu Ihrem persönlichen genetischen Profil sind bio.logis „personal genomics services“ (PGS). Mit den Ergebnissen und Befunden von PGS kann Ihr Arzt die Medikamentenbehandlung auf Ihre genetischen Varianten abstimmen.

Funktion des CYP2C19-Proteins. 1) CYP2C19 kann einerseits Medikamente, die aus nicht aktiven Wirkstoffvorstufen bestehen (Prodrugs), in aktive wirksame Wirkstoffe umwandeln.
2) Andererseits wandelt CYP2C19 die in anderen Medikamenten bereits aktiven Wirkstoffe in eine wasserlösliche Form um. So können diese dann über die Niere ausgeschieden werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter pgsbox.de.

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