Wie hilft mir Omeprazol bei Magengeschwüren?

Sie haben von Ihrem Arzt oder Apotheker ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Omeprazol erhalten. Dieser Wirkstoff gehört zur Substanzgruppe der Protonenpumpenhemmer und verringert die  Produktion von Magensäure. Durch Abmilderung der Aggressivität des Magensaftes können Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Ulcera) oder entzündliche Erkrankung der Speiseröhre (Reflux-Ösophagitis) schneller abheilen. Oftmals wird Omeprazol oder ein verwandter Stoff aus dieser Substanzklasse wie zum Beispiel Esomeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol oder Rabeprazol auch vorbeugend eingesetzt, zum Beispiel bei gleichzeitiger Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika NSAR).  Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass die schützende Wirkung von Omeprazol nicht bei jedem Menschen gleich ist. Insbesondere im asiatischen Raum kommt es aufgrund von genetischen Varianten bei etwa 20 Prozent der Patienten zu einem langsameren Abbau von Protonenpumpenhemmern. Auskunft über Ihr persönliches Ansprechen auf das Medikament geben Ihre Gene. Informationen über Ihre Gene können Sie mit bio.logis Personal Genomics Services (PGS) erhalten. Mit den Informationen über Ihr persönliches genetisches Profil erfahren Sie, ob und wie gut Omeprazol bei Ihnen wirkt. Die Ergebnisse und Befunde von PGS können Sie dann mit Ihrem Arzt besprechen, um eine optimal auf Sie abgestimmte Behandlung zu erhalten.

Phänotyp „Langsame Metabolisierer“. 1) Ist die Funktion des CYP2C19-Enzyms durch eine Variante im CYP2C19-Gen reduziert, wie beim Typ des „Langsamen Metabolisierers“, bleiben nicht aktive Wirkstoffe (Prodrugs) in ihrer unwirksamen Form. Das verabreichte Arzneimittel zeigt keine Wirkung. 2) Bei bereits aktiven Wirkstoffen führt eine verlangsamte CYP2C19-Funktion dazu, dass die Wirkstoffe sich im Körper ansammeln, da sie nicht rechtzeitig in eine wasserlöslicher Form umgewandelt und über die Niere ausgeschieden werden. Dadurch kann es zu übermäßig starken und zu unerwünschten Wirkungen kommen.

Phänotyp „Ultraschnelle  Metabolisierer“. 1) Ist die Aktivität des CYP2C19-Enzyms durch eine Variante im CYP2C19-Gen verstärkt, wie beim Typ des „Ultraschnellen Metabolisierers“, werden nicht aktive Wirkstoffe (Prodrugs) zu schnell aktiviert und können dann eine übermäßig starke  Wirkung entfalten. 2) Bereits aktive Wirkstoffe werden in diesem Fall verstärkt in eine wasserlösliche Form umgewandelt und zu schnell über die Niere ausgeschieden. Dadurch kann es zu einer ungenügenden Wirkung des Medikaments kommen.

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